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Existenzgründung / Selbstständig mit einem Bio/ Öko Laden 

Existenzgründung / Selbstständig mit einem Bio/ Öko Laden: Bio Produkte liegen im Trend, im Durchschnitt steigt der Bedarf an Bio-Produkten um bis zu 10 % pro Jahr. In Europa ist Deutschland der größte Biomarkt im Jahr 2011 meldete die Informationsgesellschaft AMI - natürlich informiert – www.ami-informiert.de einen Umsatz von 6,6 Milliarden € und die Lust auf Bio Produkte wächst und wächst so gesehen ist es ein Mega-Trend, ein Wachstumsmarkt und ein Markt, in dem man investieren kann.  

Bei Bio- Produkten ist vor allem Biofleisch gefragt, in 2011 stieg die Nachfrage nach Bio-Fleisch um 40 % der Trend bleibt -wenn auch nicht so stark - weil die Tierhaltung im konventionellen Sinne immer wieder in der Kritik steht und das gilt auch für Bio-Eier und Bio-Milchprodukte ect. 

Bio Siegel 

Wenn du in diesen Wachstumsmarkt investieren möchtest solltest du dich mit den Bio Siegel sehr gut auskennen! 

2010 hat die EU ein neues Siegel eingeführt, das EU Bio Siegel, daneben gibt es das deutsche Biosiegel, Demezer, Bioland, Naturland, Biopark , ecovin und Co., z.B:  

Naturland: Das Bio-Siegel mit sehr hohen Standards für  Erzeugung & Verarbeitung: Die Kriterien für Naturland-Waren  gehen über die EU-Öko-Verordnung für Bio-Siegel hinaus, weitere Infos bekommst Du auf deren Seite... 

GÄA e.V. : Die Gäa-Richtlinien -Gaea e.V. Oekologischer Landbau orientieren sich an sehr hohen Standards für Bio-Siegel und gehen in ebenfalls über die EU-Öko-Verordnung hinaus. 

Bioland: ist nach eigenen Angaben des Verbandes der bedeutendste ökologische Anbauverband in der Bundesrepublik und geht über die Kriterien der EU-Öko-Verordnung ebenfalls hinaus. 

Das EU Biosiegel: Die Lebensmittel erfüllen nur den EU-Mindeststandard, zum Beispiel dass 95 %  der landwirtschaftlich produzierten Zutaten aus einem Ökoanbau stammen müssen. 

Neben dem EU-Siegel ist auf vielen Produkten das sechseckige Deutsche Bio-Siegel. Dieses Bio-Siegel verwenden es ca 5.000 Hersteller für 65.000 Waren. Die Anbieter verzichten bei ihren Lebensmitteln z.B. auf Geschmacksverstärker, künstliche Aromen, Farbstoffe. Tiere dürfen nur mit ökologischem Futter gefüttert werden, der Einsatz von Antibiotika ist sehr eingeschränkt. 

Das sind Beispiele – ohne Anspruch auf Vollständigkeit. 

Für welche Produkte du dich entscheidest, ist eine Entscheidung deiner Positionierung. 

Einen guten Überblick bekommst du vor allem hier: 

www.bund.net

Existenzgründung / Selbstständig mit einem Bio/ Öko Laden 

Was bedeutet BIO eigentlich rechtlich?

Der Begriff BIO- Biologische Landwirtschaft - ist ein durch eine EG-Öko-Verordnung geschützter Begriff , wie auch die Bezeichnung “aus kontrolliert biologischem Anbau” . Produkte, die als BIO Produkte beschrieben werden, müssen den strengen Kriterien der EG-Öko-Verordnung entsprechen. 

Im Jahr 2010 wurde EU-weit ein neues Bio-Siegel eingeführt (EU-Bio-Logo ), das gemäß der Richtlinie  hergestellte biologische Lebensmittel auszeichnet. 

Das bedeutet: 

Keine gentechnisch veränderte/n Organismen erzeugt werden 

Verzicht auf Süßstoffe und Stabilisatoren sowie synthetische Farbstoffe,  

Verzicht auf Konservierungsmittel und Geschmacksverstärker 

nur die in einer Positiv-Liste aufgeführte pflanzliche Verdickungsmittel, Backtriebmittel, Emulgatoren verwenden 

Verzicht auf ionisierender Strahlung 

Verzicht auf  mineralischen Düngern 

Kein Einsatz von synthetischen Pflanzenschutzmitteln 

Existenzgründung / Selbstständig mit einem Bio/ Öko Laden 

Abgrenzung: 

Die staatlichen Siegel sind geltendes Recht, die privaten Siegel der Verbände können parallel verwendet werden. 

Was dann deinen “BIO Laden” ausmacht entscheidest Du selber!   

Was willst Du verkaufen?, wichtig ist deine klare Positionierung. Die verschiedenen Standards könnten dir aber eine Inspiration sein. Hieraus könnte eine Positionierung entstehen. Dazu später mehr... 

Aber wenn du dich für das Thema Existenzgründung / Selbstständig mit einem Bio/ Öko Laden interessiert, bist du bestimmt selber ein Experte auf dem Gebiet, wenn nicht solltest du es werden, denn gerade Bio Fans erwarten ein hohes Maß an Qualität und Fachkenntnis, dafür sind Sie bereit einen hören Preis zu bezahlen durch den sich dein Investment lohnen kann. 

Gerade von Betreibern von Bio-Läden erwartet man, dass sie hinter ihren Produkten, der Idee stehen, dass es nicht nur “ein Geschäft” für sie ist. Das musst du glaubhaft vermitteln, mit Kenntnissen und Wissen! 

Bio- Trend 

Im Jahr 2016 lag der Umsatz mit Bioprodukten bei knapp 10 Milliarden € allein in Deutschland, davon kannst du ein gutes Stück abhaben aber ein kleines wird vermutlich genügen so gesehen ist eine Existenzgründung / Selbstständig mit einem Bio/ Öko Laden eine gute Idee. 

Ein Bio-Laden ist kein Selbstläufer, in Deutschland gibt es 2500 Bioläden, so schätzt der Branchenverband denen ein großes Interesse von kaufkräftiger und treuer Kundschaft gegenüber steht, allerdings gibt es bei den Discountern und Supermärkten auch zunehmend Bio-Produkte,  dennoch es ist ein guter und lukrativer Markt der stabil wächst und eine kaufkräftige, treue und bewusste Kundschaft anzieht. 

Der Bio Boom, der Bio Trend ist keine Garantie für ein profitables Investment, selbstständig sein mit einem Bio Laden, Existenzgründung mit einem Bio Laden bedeutet vor allem harte Arbeit, denn es kommen zwei Komponenten zusammen: Einzelhandel und Lebensmittel. 

Einzelhandel bedeutet lange Arbeitszeiten, als selbstständiger so und so aber im Einzelhandel vor allem auch samstags und gegeben falls sonntags. 

Dazu kommt, dass die  Bio Kundschaft eine sehr anspruchsvolle Kundschaft ist, die mehr zahlt und auch mehr verlangt, die Bio Kundschaft ist keine Discount-Kundschaft. Während in Discountläden in der Regel nicht beraten wird, sondern nur darauf geachtet wird, dass nicht gestohlen wird, verlangt die Bio Kundschaft Beratung Auskünfte und Know-how. 

Dazu kommt, dass du Lebensmittel verkaufen möchtest, die beschränkt haltbar sind verderblich sind, die du trotzdem auf Vorrat kaufen musst.  Oft sind es saisonale Produkte, die leicht verderblich sind. 

Da hast du ein hohes Risiko im Einkauf und du brauchst vor allen Dingen ein gutes Fingerspitzengefühl und manchmal auch gute Nerven wenn du siehst, wie die Haltbarkeit abläuft und du möglicherweise ein Investment verlierst, das gehört bei diesem Geschäft unbedingt dazu, das musst du wissen. 

Und wie gesagt, die Bio Produkte sind nicht gerade die preiswerten Produkte auch nicht im Einkauf und du kennst bestimmt den Satz “...im Einkauf liegt der Segen...” was du zu teuer einkaufst kannst du nicht mehr mit Gewinn verkaufen und was schlecht wird kannst du schon gar nicht verkaufen. 

Noch einmal: Einzelhandel mit anspruchsvollen Kunden und verderblichen teuren Bio Produkten, das ist das Geschäft worum es beim Bio Laden geht, wenn du eine Selbstständigkeit oder Existenzgründung in dem Bereich BIO/ ÖKO planst solltest du das wissen. 

Standortanalyse und Zielgruppenanalyse die Standortanalyse und die Zielgruppenanalyse gehören zu jeder Existenzgründung und zu jeder Selbstständigkeit  

Existenzgründung / Selbstständig mit einem Bio/ Öko Laden: Es geht um deine Positionierung, es geht um deine Spezialisierung, mit der Entscheidung für ein Bio Laden hast du schon eine Positionierung getroffen! 

Du entscheidest dich für ökologische Produkte im “High Pricing Segment”, allerdings ist damit noch nicht die letztendliche Entscheidung getroffen welche Produkte mit welchen Siegeln du verkaufen möchtest?   

Möchtest du einen “kompletten Bio Laden” oder möchtest du dich weiter spezialisieren zum Beispiel auf Bio Fleisch ein “Bio Fleisch Laden” oder ein “Bio Gemüse Laden” oder vielleicht magst du “Bio Säfte”,  “Bio Käse” das können alles für sich Bioläden werden, schau dich in deinem Markt um, was gibt es was gibt es noch nicht, so ist zum Beispiel ein zweiter “Bio Käse Laden” vermutlich nicht die richtige Wahl aber wenn es kein “Bio Fleisch Laden” gibt könnte der erste Bio Fleisch Laden ein Erfolg werden, möglicherweise fehlt es auch überhaupt am Bio Produkten in deiner Ecke und du machst ein komplettes,  ein Bio Lebensmittelgeschäft auf, das meinen wir mit Positionierung. Noch eine Idee: “BIO - Fastfood?” 

Und schau die das Thema Siegel noch mal an, auch hier kannst du noch an deiner Positionierung arbeiten. 

Bitte vergiss aber nicht das es darauf ankommt, was du gerne magst, sondern es kommt drauf an was wird wirklich benötigt und kannst du das auch fachlich leisten bist, du wirklich Experte auf diesem Gebiet. 

Noch einmal: die Bio Kundschaft ist eine anspruchsvolle Kundschaft, überdurchschnittlich hohe Preise werden getauscht gegen überdurchschnittlich Produkt-Qualität und Beratungsqualität das ist der Deal! 

Existenzgründung / Selbstständig mit einem Bio/ Öko Laden: Nach der Positionierung kommt es auch auf eine Standortanalyse an, die Zeiten, in den Bio Kunden mit dem Fahrrad durch die Gegend gefahren sind oder gewandert sind in Sandalen und Socken und froh waren, dass sie einen Bio-Ladengefunden haben, sind vorbei, die anspruchsvolle Bio Kundschaft von heute möchte genauso parken können wie jede andere Kundschaft auch, dein Bio Laden muss erreichbar sein, wenn du Umsatz machen möchtest.  

Möglicherweise kommen die Bio- Kunden in Zukunft mit E-Autos aber sie werden nicht nur laufen und Fahrradfahren sondern Auto fahren, Bus fahren, Straßenbahn fahren und alle Verkehrsmittel nutzen.  

Deshalb suche dir eine Ecke aus, die gut erreichbar ist, deine Bio Kundschaft erwartet das, d.h. natürlich nicht, dass du unbedingt viel Parkplatz haben musst, ein guter Bio Laden in einem guten Bahnhof kann ein Bombengeschäft sein aber dann hast du auch eine  Kundschaft die keine Parkplätze braucht, trotzdem wichtig ist Erreichbarkeit! 

Das gleiche gilt für die Laden Einrichtung.  Deine Laden-Einrichtung muss sich natürlich an deinen Produkten orientieren, ökologische Produkte passen schlecht zu Plastikbeuteln im Gegenteil. Der BIO Kunde verlangt ökologische Verpackung und eine ökologische Präsentation, ein BIO- mindset eben. 

Dein Obst gehört quasi auf einen Marktstand-Wagen und in Papierbeutel verpackt und möglichst viele Produkte solltest du in einer Glas Verpackung verkaufen, zum Beispiel auch Milch. Deine Kundschaft möchte in deinem Laden erkennen können welche Qualität sie kauft, die Herkunft, die Herstellung alles ist wichtig.   

Die Bio Kundschaft möchte saisonale Produkte in top Qualität und genauso top präsentiert. Der Rahmen deines Verkaufs bestimmt letztlich auch dein Preis, die Warenpräsentation kann ein Alleinstellungsmerkmal sein, gegenüber den großen Discounter, innovative Wege der Warenpräsentation lohnen sich hier. 

Wenn du zum Beispiel in einer Großstadt lebst, kann es Sinn machen die Waren auch in einer ausländischen Sprache, Englisch zum Beispiel zu präsentieren, das haben discounter nicht.... 

Wenn du vollwertige Produkte verkaufst biete deinen Kunden doch mal Kostproben an, nicht jeder kennt Backwaren mit biologisch hochwertigen Zutaten oder weis wie  echter Bio Käse schmeckt,  lass deine Kunden die Top Qualität probieren und gewinne neue Kunden, es lohnt sich denn die bezahlen überdurchschnittlich viel Geld und das auch noch gerne, wenn du denen Hühnerfleisch und Eier von glücklichen Hühnern anbietest zahlen die gut und sind dabei auch glücklich. 

Existenzgründung / Selbstständig mit einem Bio/ Öko Laden:

So hier sind wir bei der Kalkulation ....

Kein Business macht Spaß wenn ich genug Geld überbleibt, mit einer Existenzgründung und Selbstständigkeit im Bereich Bio Laden hast du dir eine Herausforderung gesucht die letztendlich auch gut kalkuliert werden muss. Du handelst mit Produkten, du kaufst die ein zum Einkaufspreis und du verkaufst sie zum Verkaufspreis und davon musst du leben, d.h. du musst davon alle Kosten bezahlen die Ladenmiete, Personal, soziale Nebenkosten und vor allen Ding auch Steuern d.h. du brauchst eine solide kaufmännische Grundlage. 

D.h. nicht, dass du eine Lehre gemacht haben musst in diesem Bereich, du musst schon gar nicht studiert haben aber du musst mindestens bereit sein dir die Kenntnisse anzueignen, zum Beispiel an einer Volkshochschule, du musst wissen wie man ein solches Unternehmen kalkuliert. Das ist deine Existenzgrundlage. 

Du solltest zum Beispiel wissen was an Deckungsbeitrag ist, das ist für dich super wichtig, das ist der Verkaufspreis abzüglich der Umsatzsteuer, die ans Finanzamt abzuführen ist abzüglich des Einkaufspreises. 

Das ist nämlich der Betrag, der erst mal überbleibt, nachdem du das Produkt verkauft hast, von dem du aber alle Fixkosten noch bezahlen musst, zum Beispiel die Miete und Personal und alle Dienstleister wie auch Strom und Gebühren etc.  

Es würde den Rahmen sprengen, dir das hier in Einzelheiten aufzuschreiben, wichtig ist, dass du eine Umsatzplanung hast in die auch einkalkuliert ist, dass manche Waren verderben. Du musst mit Aufschlagsätzen arbeiten, so dass du dir ausrechnen kannst, wie viel Umsatz du in welcher Produktgruppe machen musst, damit du deine Fixkosten alle bezahlen kannst und vergiss nicht, dass du auch noch ein Gehalt brauchst, weil du ja auch leben möchtest und vermutlich deine Familie auch noch. 

Wie schon oben erwähnt spielt die Steuerzahlung eine wichtige Rolle, in dem Bereich ist vor allen Dingen Aufklärung im Bereich Umsatzsteuer wichtig, welche Produkte sind mit 7 % zu versteuern und welche mit 19 % in der Regel sind Lebensmittel mit 7 % zu versteuern aber es gibt ja Ausnahmen da musst du dich unbedingt auskennen. 

Noch einmal weil es so wichtig ist, du musst wissen was von deinem Verkaufspreis über bleibt, nach Abzug der Steuern und des Materialeinsatzes deinem Einkaufswert. das ist dann der Deckungsbeitrag von dem du alles bezahlen musst und du musst wissen wie viel Umsatz du insgesamt erzielen musst und pro Produktgruppe, damit du einen summarischen Deckungsbeitrag hast, um alles bezahlen zu können. 

Und weißt du was hier für ganz wichtig ist?  Ein gutes elektronisches System eine, elektronische Kasse mit Scanner und einem Warenwirtschaftssystem etc. , dass dir jeden Tag ein Zwischenstand liefert, gerade im Einzelhandel bei hohen  Umsätze geringen Marchen ist die tagesaktuelle Information sehr wichtig. Diese Systeme sind auch für kleinere Händler erschwinglich und zahlen sich schnell aus. 

Wir sind beim Business Plan. Das alles muss du natürlich in deinen Plan, bevor du eine Selbstständigkeit / Existenzgründung mit einem Bio Laden planst. 

Da gehören die wichtigsten Sachen alle rein und zwar monatsweise für drei Jahre, wie viel Umsatz machst du pro Warengruppe, wie viel musst du dafür bezahlen an Umsatzsteuer an Wareneinsatz,  welcher Deckungsbeitrag bleibt dann zunächst übrig, mit dem du alle anderen Kosten decken kannst.  Und dann musst du eine Aufstellung erstellen, in der alle anderen Kosten aufgeführt werden. 

Investiere Zeit in deinem Business Plan,  diskutiere ihn mit Freunden, die Steuerplanung sollte ein Steuerberater prüfen und was du unbedingt brauchst ist eine Liquiditätsplanung, nimm dir dafür Zeit und wenn du nicht weiß, wie man eine Liquiditätsplanung macht nimm dir noch mehr Zeit und lass dir das beibringen,  zum Beispiel ein einer Volkshochschule oder Kauf dir einfach ein paar gute Bücher,  eine Liquiditätsplanung zeigt dir ob du deine Rechnungen bezahlen kannst. 

Mit dem Business Plan wird ein Bio-Landen von A bis Z geplant. 

Den größten Wert hat ein Business Plan dann, wenn du dir richtig Gedanken machst, das ist auch das wichtigste daran. 

Die Zahlen, die du dort aufschreibst werden so und so nie eintreten aber die Planung selber bringt dich dazu dein Geschäftskonzept zu überdenken. Hast du alle Kosten berücksichtigt? 

Genug Energiekosten?, du musst mal Handwerker haben, sind Reparaturen berücksichtigt Versicherungen?  hast du eine Betriebshaftpflicht –Versicherung, was ist wenn du krank bist, hast du eine Verdienst-Ausfall-Versicherung brauchst du die?, wie ist das mit den Lohn- Nebenkosten, hast du die kalkuliert, du musst einschätzen können wie viel Personal du benötigst, kannst du die Kalkulation machen für Minijobber und sozialversicherungspflichtige Beschäftigte, wie sieht das aus mit Marketing-Kosten, mit deiner IT Infrastruktur, mit den Buchhaltungskosten,  mit den Kfz Kosten, brauchst du einen Lieferwagen  der gekühlt ist oder wirst du belieferst und benötigst du ein Kühlhaus? Brauchst du eventuell im zweiten Jahr noch eine zusätzliche Kühltheke? 

Was wir hier zuletzt ansprechen sind die geplanten Investitionen, die solltest du im Blick haben. 

Existenzgründung / Selbstständig mit einem Bio/ Öko Laden: Marketing 

Es ist nicht so, dass die Bio Kundschaft schon kommt, wenn ein Bio-Laden seine Türe öffnet. 

Die anspruchsvolle Kundschaft möchte auch beworben werden, du brauchst ein cooles und ansprechendes Marketing, insbesondere um einen ansprechenden Umsatz zu erwirtschaften und eine entsprechende Rendite am Monatsende sicherzustellen.  

Die Bio-Kundschaft ist im Socialmedia Bereich unterwegs, wie fast alle heute, wir meinen dass du gerade in regionalen online Marketing hier große Chancen hast, zum Beispiel mit Google Business, Maps & CO, wenn du auf Facebook in Gruppen deine Bio Produkte zeigst, Facebook ADs schaltest. Instagram ist eine tolle Plattform für deinen Bio-Laden, dort kannst du deine tollen Bio Produkte in Szene setzen oder du deinen Kunden Bilder von deinen Laden zeigen,  kurze Videos machen, Stories auf Instagram posten was es gerade tolles in deinem Laden gibt und eventuell entscheidest du dich für ein paar Instagram Ads.   

Ein Schritt weiter wären dann noch ein paar Videos von deinen saisonalen tollen Bio Produkten auf Insta TV oder YouTube auf die Art und Weise präsentierst du modern die Bio Produkte. 

Die EG Ökoverordnung gibt dir vor welche Anforderungen Bio Produkte erfüllen müssen, nur diese dürfen die Siegel tragen – siehe oben, Bio Produkte müssen frei sein von Pflanzenschutzmitteln chemisch wie synthetischer  Gentechnik,  Bestrahlung, mineralischen Düngermitteln, der ökologische Anbau ist ein Anbau mit natürlicher Fruchtfolge, die Tiere erhalten ökologisch produzierte Futtermittel, werden artgerecht gehalten und die Tiernahrung ist frei von Antibiotika das wollen deine Kunden haben – Dann musst du denen das auch zeigen. 

Wenn du ein Bio-Laden aufmachst, willst musst du das und es sind für dich keine Ärgernisse die du einhalten musst sondern es ist das, was deine Produkte wertvoll macht. 

Nach unserer Erfahrung sind Bioläden besonders erfolgreich, wenn sie zu Biobauern ein gutes Netzwerk aufbauen, dann können Sie relativ flexibel einkaufen, weil auch die Biobauern solche Netzwerk-Kontakte sehr schätzen, in der Regel ergeben sich hieraus gute WIN / WIN Situationen. 

Ein Bio Laden ist ein Gewerbe, du brauchst eine Gewerbeanmeldung beim Gewerbeaufsichtsamt, kostet circa 20 €, darüber hinaus musst du diverse Hygieneerfordernisse erfüllen, je nachdem welche Produkte du verkaufst, das ist zum Beispiel bei Fleisch etwas anderes als wenn du verpackte Produkte verkaufst, die Information hierzu bekommst du beim Gewerbeaufsichtsamt und ggf. bei einer guten IHK. 

Die Anmeldung beim Gewerbeaufsichtsamt führt dazu, dass du beim Finanzamt gemeldet wirst. Du bekommst vom Finanzamt einen Fragebogen zur steuerlichen Erfassung, je nachdem welche Rechtsform du gewählt hast (Beratung notwendig!), allerdings kannst du dich auch direkt beim Finanzamt anmelden und die Steuernummer beantragen, das macht einen besseren Eindruck als wenn das Finanzamt vom Gewerbeamt, von deiner Gründung erfährt.  

Thema Finanzamt: noch mal ganz wichtig, du musst wissen welche Steuerarten du bezahlen musst. Und wie hoch vor allen der Umsatzsteuersatz auf deine Produkte ist, nicht alle Produkte die du im Lebensmittelbereich verkaufst unterliegen dem ermäßigten Steuersatz von 7 %, es gibt auch 19-prozentige Lebensmittel, wenn du Produkte in deinem Unternehmen vor Ort verköstigt unterliegen sie dem Steuersatz von 19 % (Essen an Ort und Stelle) achte drauf, dass du Gewerbesteuer zahlen musst, allerdings ist die in der Regel bei natürlichen von der Einkommensteuer abzugsfähig.  

Denk an die vielen unübersichtlichen Aufzeichnungspflichten! - vermutlich hast du dich hier schon mal eingelesen und dir gute tools zugelegt, damit das digital gut abläuft..... Deshalb, spare auch nicht am Kassensystem.  

Überlege vor allem auch ob du nicht eine GmbH oder eine UG oder einen KG gründen möchtest, um das Haftungsrisiko zu begrenzen, dann musst du Gewerbe- und Körperschaftsteuer bezahlen und natürlich auch die Umsatzsteuer lass dich beraten, das ist kompliziert.  

Steuernachzahlungen sind für Gründer sehr gefährlich, sie werden in der Regel nicht von Banken finanziert! Denke an die nächste Betriebsprüfung, dann solltest du ruhig schlafen können, die kommt bestimmt oder eine Umsatzsteuernachschau, Umsatzsteuersonderprüfung. Daran musst du jetzt aber nicht als erstes denken... 

Viele Informationen zu diesem Bereich erhältst du von der örtlichen Industrie- und Handelskammer, aber in diesem Bereich eher nicht. Sei achtsam, Du willst doch ruhig schlafen?? 

Je nach Konzeption bekommst du günstige Finanzierungen, von der KfW gefördert, wie auch von der EU. Das muss dann im Detail geplant werden und zur Steuerplanung und Deinem Plan passen. Viel Erfolg.... 

Bildquelle : Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung

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