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Mein Interview: Susann Hoffmann  

Das Interview habe ich aufgenommen im Winter 2018 und zwar direkt in den Räumen von Edition F in Berlin bei Susann Hoffmann im Büro. Der Wecker schellte bei mir um knapp fünf Uhr, um sechs Uhr fuhr der Zug in Essen los und erreichte um knapp neun Uhr dann Berlin.  

Edition F kenne ich vom FFF-Day (Female Future Force Day), der im letzten Jahr im Sommer ebenfalls in Berlin stattfand. Darüber habe ich einen eigenen Artikel geschrieben, den ich Euch hier verlinke.  

Wenn Du hier meine Seite kennst, dann kennst Du mit Sicherheit auch Edition F, das natürlich vom Umfang, von der Professionalität her in keiner Weise mit magazin-u zu vergleichen ist. Edition F beschäftigt ca. 25 Mitarbeiterinnen und ein paar “Quoten-Männer”. Ich meine, es ist ein richtig professionelles Frauenblatt, ein Online-Frauen–Magazin. 

Edition F wird in regelmäßigen Abständen beschrieben als die neue “Brigitte”. In dem Interview habe ich vergessen zu fragen, ob das ein Lob ist oder nicht.  

Wir schreiben hier über interessante Gründerinnen bzw. Führungskräfte. Also Frauen, die Ihren “Mann” stehen. Oft stimmen wir den Text dann auch mit den Damen, die wir portraitieren, ab. Dieses haben wir bei Susan Hoffmann auch versucht; leider ohne Erfolg. Deshalb schreibe ich diesen Artikel hier selber über meinen Tag bei Susann.  

Susann Hoffmann gehört zu den Frauen, die an einflussreicher und respektabler Stelle angekommen sind und mir ganz locker ein Interview gegeben hat. Andere Frauen an gleicher Stelle haben das nicht getan. 

Das Interview fand statt so ungefähr gegen 16 Uhr in den Büroräumen von Edition F, Stadtteil Prenzlauer Berg, Berlin. Ich komme dort an, klingele, es erwartet mich ein freundliches “Hallo”. 

Keines der sonst üblichen gläsernen, redaktionsüblichen Büros, eher eine große umgebaute Wohnung. Zumindest das, was ich gesehen habe mit einer freundlichen und sympathischen Atmosphäre. Begrüßt hat mich dort einer der wenigen Männer. Ich sitze kurz unten vor dem Büro von Susann Hoffmann, Nora Vanessa-Wohlert steckt den Kopf kurz raus aus dem Büro von Susann und fragt, wofür wir das machen.  

Ich sagte kurz “Hallo”, für magazin-u ein Videoportrait. Sie sagt: “ok”.  Susann kommt raus, bittet mich dann herein und sagt: “Ok, dann bin ich falsch gebrieft. Dann bekommt Sie von Nora Vanessa- Wohlert ein Schminktäschchen gereicht und sagt zu mir: “Ich bin mich noch ein wenig auffrischen”. Nach gefühlten fünf Minuten ist Sie zurück, “aufgefrischt” und wir starten.  

Meine Kameras hatte ich in der Zwischenzeit aufgebaut. Dafür hatte ich mich auch noch Ihrer Schreibtischlampen bedient und für meine Zwecke umgestellt, so dass wir genug Licht hatten. Und dann ging es auch schon los.  

Susann Hoffmann war echt locker und cool drauf. Sie wollte noch nicht einmal vorher wissen, was ich fragen würde. Das kenne ich sonst auch anders. Frage gestellt, Antwort bekommen. Nicht immer unbedingt die, mit der ich gerechnet hatte, aber alles total echt in real time.  

Ich denke, es kommt im Interview gut rüber, wie ich es auch empfunden habe. Die ist echt!  

Wenn ich sage: “Die ist echt”, dann meine ich damit: Sie folgt Ihrem Warum. Die macht was Sie macht aus Leidenschaft und Überzeugung.  

Das kannst Du an den Stellen im Interview sehen, an denen ich Ihr versehentlich “den Knopf gedrückt habe” und Sie sich den hat drücken lassen. 

Es geht um den Teil im Interview, in denen ich Edition F als “Blättchen” bezeichnet habe.  

Also das Online-Magazin, das Susann Hoffmann und Nora Vanessa-Wohlert mit wenigen Mitteln gegründet haben und das heute ca. 25 Mitarbeiterinnen und ein paar Männer zählt und als neue Brigitte bezeichnet wird (Lob oder nicht). Das habe ich mal locker als “Blättchen” bezeichnet.  

Das hatte ich in dem Moment überhaupt nicht negativ angedacht, sondern ganz im Gegenteil. Ich empfinde Edition F eigentlich als ein wirklich gutes Magazin. Und mir gefällt vor allem das moderne Lockere, das Layout. Deshalb bin ich der Meinung, dass es ein “lockeres” Layout hat und ist dann aus meiner Sicht ein “Blättchen”. Aus meiner Sicht also durchaus etwas Positives.  

Jeder schaut durch seine Brille in die seine Welt. 

Und Susann Hoffmann hat an dieser Stelle durch Ihre Brille in die Ihre Welt geschaut. Und auf das Wörtchen “Blättchen” und auf Ihr Magazin, Ihr “Online-Magazin” Edition F. Ihr Warum. 

Schau Dir Ihre Reaktion an: Es ist für mich das Highlight des Videos! An dieser Stelle war ich etwas nervös geworden, weil ich das erstens zu spät gemerkt hatte und zweitens ja auch nicht wollte. Und drittens befürchtete ich, dass Sie Ihre Krallen noch etwas mehr ausfährt und ich dann gehen darf. Unverrichteter Dinge.  

Ich war dann schnell bemüht, die Wogen zu glätten. Es gibt auch eine Stelle, da spricht Sie von “mangelnder Wertschätzung” etc. Das ist eine der Stellen, die ich meine.  

In dieser Situation hatte ich ein echtes Déjà-vu Erlebnis. Meine Mutter war alleinerziehend und wir hatten ein kleines Restaurant. Ich war als Kind mal dabei, wie sie einen Journalisten des örtlichen Wochenblattes rausgeworfen hat, weil er was nicht so Nettes geschrieben hatte. 

Natürlich habe ich ihr dann gesagt, dass ich morgens um fünf aufgestanden bin, um zu Edition F und dem Interview mit Ihr zu fahren. Und ich meine schon, dass das auch eine Form von Wertschätzung ist. Das ist in dem Moment auch angekommen.  

Schau Dir das Interview an. Wir sprechen über Steven Covey, “die Dinge vom Ende herzudenken” und dem Buch“ Der kleine Prinz” und was Sie Ihrem Jungen, den Sie vor ca. zwei Jahren geboren hat, bezüglich seines Verhaltens gegenüber Frauen mit auf dem Weg gibt.  Wir sprechen auch über den Leitsatz von Coco Chanel “Geld ist der Schlüssel zur Freiheit” und andere Dinge.... 

Harald Scheerer 

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